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timohoehn de - Das Portal fuer gute Musik

Es ist schon eine Frechheit, die sich die selbsternannten „Gentlemen Of The Road“ bei Ihrem Konzert im Kölner Palladium leisteten. Nachdem der stimmgewaltige Nathaniel Rateliff den noch jungen Abend mit seinen etwas eintönigen Songs eröffnet hatte, musste man noch weitere 90 Minuten auf den Hauptact Mumford & Sons warten. Diese Zeit nutze die Band Old Crow Medicine Show aus Nashville, Tennessee um ihre stets gleich klingenden bluegrass/ country Musik zu spielen, bei der einem immer wieder das Bedürfnis überkam, sich mit einem schweren Gegenstand selbst zu verletzen.

Dann besaßen die Mannen um Marcus Mumford auch noch die Frechheit, eine so fantastische Performance abzuliefern, dass man Ihnen die ganze Warterei nicht mehr übel nehmen konnte. Songs wie „White Blank Page“, „Winter Winds“ und natürlich „Little Lion Man“ wurden mit einer solchen Leidenschaft präsentiert, dass man nur überwältigt staunen konnte. Aber die vier Engländer sind nicht nur begnadete Performer, sondern auch erstklassige Entertainer, die sich die Zeit nahmen, um ausgiebig mit dem Publikum zu reden und dabei viel Humor bewiesen. Die Stimmung im ausverkauften Palladium war dementsprechend euphorisch.

Dass die Band erst ein Album veröffentlicht hat, hinderte sie auch nicht daran eine neunzig minütige Show (inklusive neuer Songs) plus Zugabe zu spielen, nach der man nicht anders konnte, als glücklich nach Hause zu geben.

Tags : mumford & sons, konzertkritik, 27. 09. 10 in Köln, Palladium

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phono pop 2010 feistivalkritik tag 1

Bei Höchsttemperaturen hat an diesem Wochenende (neunter und zehnter Juli) das Phono Pop Festival stattgefunden und zum bereits fünften mal Freunde von alternativer Musik nach Rüsselsheim gelockt. Weil der reguläre Veranstaltungsort, die Rüsselsheimer Festung, in diesem Jahr saniert wird, ist man kurzerhand in das alte Opel-Werksgelände gezogen, das zwar einen außergewöhnlichen Charakter besitzt aber doch recht ungemütlich ist. Gerade an so heißen Tagen würde man eine gemütliche Wiese dem kargen Mitarbeiterparkplatz doch vorziehen. Das auf zwei Bühnen verteilte Lineup und der faire Preis von rund dreißig Euro (für beide Tage) sind aber zu verlockend, um sich die siebzehn Bands aus insgesamt acht Ländern entgehen zu lassen.

Tag 1:

Los geht das ganze Spektakel mit dem Duo Urlaub aus Polen, das mit alten Synthesizersounds versucht, dem White-Stripes-Prinzip etwas Neues abzugewinnen.

Das Ganze klingt zunächst auch ganz nett, verliert aber recht schnell seinen Reiz, da es einfach an Abwechslung fehlt. Health aus den Vereinigten Staaten sind da schon interessanter. Die Band ist in erster Linie laut und klingt ein bisschen so, als hätte eine vollgekokste Deathmetall Band das letzte Studioalbum von Portishead neu interpretiert. Schön klingt das ganze zwar nicht, aber eine gewisse Faszination besitzt diese Musik schon. Für Menschen, die sich zum Entspannen gerne auf Baustellen aufhalten, sicherlich empfehlenswert. Das erste Highlight des Abends ist aber die deutsche Post-Hardcore Institution Trip Fontaine, deren wilder Stilmix vor nichts und niemanden haltmacht.

Tags : phono pop 2010, rüsselsheim, festifalkritik, get well soon, Urlaub in Polen, Health, Fnessnej,Trip Fontaine,

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phono pop 2010 festival kritik tag 1 und 2

Nach den konstant an Bekanntheit gewinnenden Jungs von Turbostaat spielt das kanadische Duo Japandroids, deren Performance an Energetik kaum zu übertreffen ist. Da wirkt der deutlich geruhsamere Headliner Get Well Soon neben all diesen Bands zunächst wie ein Fremdkörper. Doch Sänger Konstanin Gropper, der humorvoll mit diesem Umstand umzugehen weiß, schafft es am Ende dennoch eindrucksvoll zu beweisen, warum sein Musikprojekt zu den vielversprechenden Acts der letzten Jahre gehört. Und so findet der erste Abend mit der Zugabe We Are Ghosts von dem aktuellen Album Veations (timohoehn.de Bewertung: Sehr gut) einen würdigen Abschluss.

Tag 2:

Nach den Bands Rokoko und B.E.E.S., die ich leider verpasst habe, beginnt der zweite Tag Phono Pop für mich mit dem Auftritt der Band Mintzkov aus Belgien. Die Hitze ist an diesem Samstag so drückend, dass viele Zuschauer sich ein schattiges Plätzchen gesucht haben oder dem Konzert gleich auf dem Boden liegend folgen, die Gliedmaßen weit von sich gestreckt. Spätesten jetzt sehnt man sich nach der grünenden Wiese, da der Boden von der Hitze stark aufgewärmt ist. Dem gutgelaunte Pop-Rock der Band tut das aber keinen Abbruch. Für den letzten Song fordert der Sänger sogar alle auf, sich einfach hinzusetzten. Eine Band, die man auf dem Radar behalten sollte. Auch über die darauf folgenden I Am Kloot aus Manchester, der Stadt von Joy Division, kann man nichts Negatives sagen. Mit ruhigen Liedern über das verregnete England und das Trinken bewahren sie die britische Tradition.

Tags : get well soon, Urlaub in Polen, Health, Turbostaat, Fnessnej,Trip Fontaine, Japandroids, rokoko, b.e.e.s., mintkov, i am kloot

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phono pop 2010 festivalkritik tag 2

Zum Tanzen hat man dann wieder die Gelegenheit bei Spurv Laerke, deren Elektroset bei dem Publikum ausgesprochen gut ankommt. Selbiges gilt auch für die isländische Band Who Knew, der ein solches Wetter völlig unbekannt ist. Der Aufforderungen zu tanzen und zu hüpfen, die der Sänger in einem überraschend gut-verständlichen Deutsch quäkt, wird dann auch entsprechend Folge geleistet. Dazwischen hatte man auch die Gelegenheit Gisbert zu Knyphausen zu lauschen, dessen Scheiß-drauf Songs zum Glück besser sind als sein Name. Dem Fußball wird dabei übrigens nur geringfügig Beachtung geschenkt. Der Tintenfisch sollte ja auch wieder recht behalten. Nach dem ehemaligen Blumenfeld Sänger Jochen Diestelmaier betreten mit den Flashgans eine weitere höchst-interessante Band die Bühne. Aus dem wilden Mix aus Rock, Blues und Punk könnte noch einiges werden und live überzeugt die Band schon jetzt. Die Ehre das Festival gebührend zu beenden, kommt dem schwedischen Kollektiv Friska Viljor zugute. Dass die Songs der Band stellenweise etwas einfältig sind, stört bei einem so gut gelaunten Auftritt niemanden so richtig.

Letztendlich bleibt zu sagen, dass Organisation und Lineup des diesjährigen Phono Pops gelungen waren, der Veranstaltungsort aber nicht wirklich gemütlich war. Gerade bei einem Festival kommt es ja auch besonders auf die Atmosphäre an. Somit bleibt zu hoffen, dass die Crew im nächsten Jahr wieder in die bewährte Festung zieht, den Preis und die Qualität des Bandaufgebots erhält und das kulinarische Angebot vergrößert. Einer sinnvollen Alternative zu Rock am Ring und Co, stände dann nichts im Weg.

Tags : Gisbert zu Knyphausen, Jochen Distelmeyer, Friska Viljor, Spurv Laerke, Who Knew (ISL), Flashguns

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pearl jam, berlin

Es ist noch kein Jahr vergangen, da beehren uns die Grunge-Veteranen um Frontmann Eddie Vedder erneut in der Berliner Wuhlheide, einer wunderschönen Freiluftbühne, deren Charme man sich nur schwer entziehen kann. Wenige Monate vor ihrem zwanzigjährigen Jubiläum hat man nun erneut die Möglichkeit sich zu vergewissern, ob die Band ihrem Ruf als eine der authentischsten Live-Bands gerecht werden kann.

Ben Harper, ein langjähriger Freund der Band, eröffnet zusammen mit seinen Relentless 7 den Abend und es dauert auch nicht solange, bis er einen guten Freund auf die Bühne bittet, bei dem es sich natürlich nur um Einen handeln kann. Es wird nicht das erste Mal sein, dass Eddie unter tosendem Applaus die Bühne betritt. Zusammen geben diese beiden wunderbaren Stimmen eine Version von „Under Pressure“ zum besten, die zum ersten Highlight des noch jungen Abends wird. Eine dreiviertel Stunde später steht dann endlich die vollständige Band auf der Bühne.

Mit einer Flasche Wein in der einen und einem Wust von Zetteln in der anderen Hand begrüßt Eddie das Publikum auf Deutsch und versichert den begeisterten Zuhörern, dass es ein langer Abend werden wird.

Der erste Teil der Show ist eine rundum gelungene Mischung hauptsächlich schneller Songs aus fast allen Phasen der Band, bei denen die wunderbaren Ballade „Immortality“ am ehesten heraussticht. Die Stimmung ist allerdings schon von der ersten Minute an auf höchstem Niveau.

Tags : pearl jam, berlin, konnzert, bericht, kritik, 30.06.10

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portugal the man american ghetto rezension

American Ghetto nennt sich das neueste Album der, ursprünglich aus Alaska kommenden, Band, die seit ihrem Debüt: Waiter, „You Vultures!“ im Jahr 2006 bereits drei weitere Platten veröffentlicht hat.

Der buntgemischte Sound von Portugal. The man wurde dabei kontinuierlich um immer neue Klangfacetten erweitert.

Die verspielte Mischung aus Indierock und Prog dringt auf dieser neuesten Veröffentlichung in vormals unbekannte und vor allem elektronische

Gefilde vor. Zeitweise fühlt man sich dabei an die Musik von MGMT erinnert.

Im Großen und Ganzen ist der Sound der Band aber noch immer so eigen und unverkennbar geblieben, wie man es von den anderen Alben gewohnt ist.

Auch wenn American Ghetto nicht ganz an die Qualität der vorangegangenen Veröffentlichungen heranreicht, kommt man nicht daran vorbei, es als gelungen zu bezeichnen. Die abwechslungsreichen Songs sind gespickt mit interessanten Ideen und ergeben ein überraschend eingängiges und stimmungsvolles Ganzes.

American Ghetto nennt sich das neueste Album der, ursprünglich aus Alaska kommenden, Band, die seit ihrem Debüt: Waiter, „You Vultures!“ im Jahr 2006 bereits drei weitere Platten veröffentlicht hat.

Der buntgemischte Sound von Portugal. The man wurde dabei kontinuierlich um immer neue Klangfacetten erweitert.

Die verspielte Mischung aus Indierock und Prog dringt auf dieser neuesten Veröffentlichung in vormals unbekannte und vor allem elektronische

Gefilde vor. Zeitweise fühlt man sich dabei an die Musik von MGMT erinnert.

Im Großen und Ganzen ist der Sound der Band aber noch immer so eigen und unverkennbar geblieben, wie man es von den anderen Alben gewohnt ist.

Auch wenn American Ghetto nicht ganz an die Qualität der vorangegangenen Veröffentlichungen heranreicht, kommt man nicht daran vorbei, es als gelungen zu bezeichnen. Die abwechslungsreichen Songs sind gespickt mit interessanten Ideen und ergeben ein überraschend eingängiges und stimmungsvolles Ganzes.

American Ghetto nennt sich das neueste Album der, ursprünglich aus Alaska kommenden, Band, die seit ihrem Debüt: Waiter, „You Vultures!“ im Jahr 2006 bereits drei weitere Platten veröffentlicht hat.

Der buntgemischte Sound von Portugal. The man wurde dabei kontinuierlich um immer neue Klangfacetten erweitert.

Die verspielte Mischung aus Indierock und Prog dringt auf dieser neuesten Veröffentlichung in vormals unbekannte und vor allem elektronische

Gefilde vor. Zeitweise fühlt man sich dabei an die Musik von MGMT erinnert.

Im Großen und Ganzen ist der Sound der Band aber noch immer so eigen und unverkennbar geblieben, wie man es von den anderen Alben gewohnt ist.

Auch wenn American Ghetto nicht ganz an die Qualität der vorangegangenen Veröffentlichungen heranreicht, kommt man nicht daran vorbei, es als gelungen zu bezeichnen. Die abwechslungsreichen Songs sind gespickt mit interessanten Ideen und ergeben ein überraschend eingängiges und stimmungsvolles Ganzes.

Tags : Alternative - Indie - Prog - Psychedelic - Art RockHard Rock - Post Rock - Stoner Rrock - Noise

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Get Well Soon - Vexations

Als Konstantin Gropper im Januar 2008 unter dem Namen Get Well Soon sein Debütalbum veröffentlichte, trug dies den schönen Namen „Rest Now! Weary Head You Will Get Well Soon“. Die darauf enthaltenden Songs waren aufwendig arrangiert und schwankten zwischen moderner Pop- und Indiemusik. In Windeseile avancierte seine Band zu einem der vielversprechenden Acts Deutschlands.

Seine zweites Album trägt nun den Titel „Vexations“. Das bedeutet so viel wie "Ärgernisse" und ist dem Künstler zu Folge ein „Ausdruck des Unbehagens“ (Quelle: www.youwillgetwellsoon.com).

Die ersten Klänge nach dem Intro beschwören aber ganz andere Bilder: Seneca's Silence und We Are Free sind wunderschöne und gut gelaunte Songs. Die Melancholie ist Get Well Soon aber dennoch nicht verloren gegangen wie z. B. das folgende Red Nose Day beweist. Die restlichen Songs bewegen sich zwischen diesen beiden Gegensätzen, die Gropper auf dieser CD gekonnt mit einander verbindet.

Wenn man „Vexations“ das erste mal hört, wird man vielleicht enttäuscht sein, da die Stücke einen etwas unscheinbaren Eindruck machen. Man vermisst solch pompösen Songs wie etwa If That Hat Is Missing I Have Gone Hunting. Die neun Stücke sind deutlich reduzierter, als die des vorangegangenen Albums. „Vexations“ verlangt Zeit und Aufmerksamkeit von seinem Hörer, um sich gänzlich entfalten zu können.

Erst wenn man sich auf diese CD einlässt, wird man merken, wie wundervoll sie ist.

Get Well Soon beweisen auf höchst elegante Weise, dass weniger eben doch mehr sein kann.

Tags : Get Well Soon Konstantin Gropper

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